Bedenken nicht ausgeräumt

Veröffentlicht am 26.02.2011 in Kreisvorstand

Kreisrat Stefan Großhauser

Gut gelaunt traf sich der SPD-Kreisvorstand im Mittleren Ganskeller in Neumarkt . Das großartige Ergebnis der Wahlen in Hamburg für die SPD war natürlich auch Anlass zur Freude bei den Genossen, aber es hat laut Josef Schlierf aus Seubersdorf mehr zu bedeuten: "Mit Olaf Scholz hat in Hamburg einer gewonnen, der gewissenhaft und fleißig seine Arbeit gemacht hat. Das wurde von den Wählerinnen und Wählern honoriert, obwohl er nicht dauernd eine Menge Wind um seine eigene Person gemacht hat. Das ist ein ermutigendes Signal."

Hauptthema war allerdings die Frage, ob das Willibald-Gluck-Gymnasium neu gebaut oder saniert werden solle. Kreisrat Stefan Großhauser aus Freystadt als Ausschussmitglied hatte über den Stand der Überlegungen berichtet. Offenbar befürwortet die CSU-Fraktion einen Neubau in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standorts mit der Begründung, dass dies kaum teurer sei als eine Sanierung und damit der Verkehr entlastet werde. Vor allem letzteres bezweifelte Johannes Foitzik aus Neumarkt. "Das trifft vielleicht für einzelne Busse zu, aber das Haupt-Verkehrsaufkommen geht auf die vielen PKW zurück, die Schüler bringen und holen. Bei denen ändert sich aller Voraussicht nach nichts," erläuterte der Ortsvereinschef der Genossen. Im Gegenteil werde nach der nötigen Neuregelung der Verkehrsströme am Unteren Markt wohl eher dadurch die Situation zusätzlich verschärft.

Kritisch sieht auch die Kreisvorsitzende Carolin Braun die Frage. "Ich weiß sehr wohl, dass eine Sanierung eine nicht zu unterschätzende Lärmbelästigung für den Schulbetrieb bedeutet. Aber wenn man unter dem Strich schaut, dann sind es eben doch etliche Millionen Euro an Steuergeldern, die der Neubau mehr kostet, Zuschüsse hin oder her. Und die bezahlen halt wir mit unseren Steuern und dann muss man sich fragen, ob die zusätzlichen Millionen einen angemessenen zusätzlichen Nutzen mit sich bringen. " Am 07.03. wird die SPD Kreistagsfraktion mit Architekt und Kreiskämmerer Ried beraten, und sich noch einmal ausführlich mit dem Thema WGG befassen.

Am 7. Mai wird die Generalsekretärin der BayernSPD, Natascha Kohnen, als Hauptrednerin am traditionellen Maiempfang der KreisSPD im Johanneszentrum erwartet.

 
 

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