Kabinett will Höchstspannungsleitungen verkabeln - Süd-Ost-Passage auf neuer Trasse

Veröffentlicht am 08.10.2015 in Wirtschaft

Die Bürgerinitiativen hätten - so Himmler in seiner Stellungnahme - im Zusammenwirken mit der Regionalpolitik damit bereits viel erreicht und die ursprünglichen Planungen seien abgemildert worden. Ob es aber tatsächlich zum Baurecht für die neuen Leitungen komme, werde man in den kommenden Jahren sehen. Die Bedarfsnotwendigkeit werde nämlich unabhängig vom Trassenverlauf nach wie vor sehr in Zweifel gezogen.

 

Die Bundesregierung will gemäß dem heutigen Beschluss die Akzeptanz für den Strom-Netzausbau in der Bevölkerung stärken, indem  weitgehend Leitungen mit Erdkabeln gebaut werden. Das Bundeskabinett - so der Berger Bürgermeister und stellvertretende Landrat Helmut Himmler - hat damit den vehementen Protesten gegen die ursprünglich vorgesehenen "Monstertrassen" zum Teil Rechnung getragen. Insbesondere entlang von Siedlungsgebieten soll die Kabelverlegung zur Regel werden.Wesentlich für die Landkreise Neumarkt und Nürnberger Land sei aber nach Himmlers Worten die Konkretisierung der Veränderungen bei der Süd-Ost-Passage, die nach den Planungen des Netzbetreibers Amprion quer durch den Landkreis Neumarkt geführt werden sollte. Die Anfangs- und Endpunkt der Süd-Ost-Trasse sind nämlich konzeptionell verändert worden. Geplant wird sie zukünftig vom Anfangspunkt Wolmirstedt zum Endpunkt Isar bei Landshut. Damit wurde der konkrete Trassenverlauf nicht festgelegt, aber die neuen Anfangs- und Endpunkte der HGÜ Süd-Ost werden wohl bedeuten, dass die Trasse nach Ostbayern mit Nutzung bestehender Leitungstrassen verschoben wird.
Letzendlich werde die endgültige Leitungsführung aber erst in den Planungen bzw. im Planfeststellungsverfahren fixiert. Der Landkreis Neumarkt dürfte aber nach Lage der Dinge nicht mehr betroffen sein.
Das Kabinett hat jetzt eine Vorlage für die Regierungsfraktionen beschlossen und diese soll dann in das Gesetzgebungsverfahren für die Weiterführung des Bundesbedarfsplangesetzes einfließen. Auch der Bundesrat ist am Verfahren beteiligt.

Der Vorschlag sieht auch vor, den Bundesbedarfsplan auf Basis des aktuellen Netzentwicklungsplans zu aktualisieren. Darin hat die Bundesnetzagentur nur diejenigen Leitungen bestätigt, die nach ihren eigenen Berechnungen zwingend notwendig sind. Die HGÜ Süd-Ost sei demnach bedarfsnotwendig.

 
 

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