Kreisvorstand: Mitgliederstand wächst weiter

Veröffentlicht am 31.10.2005 in Kommunalpolitik

Sehr zufrieden mit der Entwicklung der SPD in Kreis und Bezirk zeigte sich die Vorsitzende Carolin Braun. Seit der Bundestagswahl seien gleich etliche Mitglieder im Kreis neu eingetreten, dem stehe nur ein Austritt gegenüber.

Im neuen Bezirksvorstand konnte man mit Katja Vogel eine sehr junge Genossin aus dem Kreis Neumarkt platzieren. Braun: „Wir brauchen da oben natürlich erfahrene Leute, vor allem unsere Abgeordneten. Aber wir brauchen dort auch die nächste Generation. Die Jungen können so schon Höhenluft schnuppern, bevor sie sich um höhere öffentliche Mandate bewerben. Gleichzeitig stellen sie eine gute Verbindung zur Basis her.“ So begrüßte sie auch die Wahl von Ismail Ertug aus Amberg zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden.

Bei der Neumarkter Bürgermeisterwahl kann sich Ursula Plankermann auf die volle Unterstützung der Kreis-SPD verlassen. Der Vorstand beschloss, sich für die Genossin sowohl finanziell als auch logistisch zu engagieren.

Unverständnis zeigte man gegenüber der Nominierung von Arnold Graf bei der CSU. Josef Mayer (Berching): „Es kann doch nicht wahr sein, dass man einen Rentner für das Bürgermeisteramt nominiert, also jemanden, der mit seinem Berufsleben schon abgeschlossen hat. Da fragt sich doch jeder: Will Graf wirklich für sechs Jahre kandidieren oder wird er 2008 zur Kommunalwahl aus Altersgründen ausscheiden?“ Zwar sei auch Plankermann mit 60 Jahren nicht gerade jung, aber sie stehe noch mitten im Berufsleben, für sie sei der Einzug ins Bürgermeisteramt sozusagen ein fliegender Wechsel.

Auch heuer wieder konnte man für die traditionelle Nikolausfeier (07.12.) den ehemaligen Bayern-Vorsitzenden Wolfgang Hoderlein als Ehrengast gewinnen.

Die Bundespolitik wurde nur knapp behandelt, Ludwig Hahn (Seubersdorf) mahnte die Genossen, angesichts der laufenden Koalitionsverhandlungen nicht schon wieder über Dinge zu theoretisieren, die sich täglich ändern könnten und auf die man keinen direkten Einfluss habe. Diese Ansicht teilte auch Gerd Lindl (Dietfurt): „Die Bundespolitik ist nicht unser Geschäft. Wir nehmen unsere Aufgaben im Kreis und im Bezirk wahr, machen da saubere Arbeit und prägen auf diese Weise das Geschehen im Bund langfristig mit.“

Allgemein herrschte aber Zufriedenheit darüber, dass die neue Bundesregierung nicht auf FDP-Radikalkurs gehen könne, sondern dass vielmehr eine Kanzlerin Merkel gezwungen sei, stark sozialdemokratisch geprägte Politik zu machen.

 
 

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