Was gut ist, kann noch besser werden

Veröffentlicht am 22.05.2009 in Kreisvorstand

Anlässlich der letzten SPD-Kreisverbandssitzung wurden noch einmal über die Aktionen zum Thema "Frauen macht Kommune" diskutiert. Grundsätzlich sei die Aktion leider dringend nötig, um mehr Frauen die Kommunalpolitik näher zu bringen, erklärte Kreisvorsitzende Carolin Braun. "Die SPD ist zwar, was die Zahl der MandatsträgerInnen angeht, im Landkreis noch am Besten aufgestellt von allen Parteien." Doch müsse es weiterhin Ziel sein, mehr Frauen für Politik zu interessieren. "Was gut ist, kann noch Besser werden".

Dazu bemerkte DGB Kreisvorsitzender Michael Meyer aber auch Folgendes: Vielen Frauen in Arbeiterberufen sei es geradezu unmöglich, an Sitzungen teilzunehmen.

Hier müsse man auch entweder Sitzungszeiten ändern, oder aber bessere Freistellungsmöglichkeiten für kommunalpolitische Ehrenämter entwickeln. "Diese Möglichkeiten sind nur auf dem Papier gegeben," sagte Meyer. Ein Arbeitgeber werde versuchen, jemanden, der öfters mitten am Nachmittag "fehlt" einfach los zu werden.

Kreisrätin Barbara Schierl, Berching, bestätigte, dass es ihr oft nur schwer möglich sei, an Kreistagssitzungen teilzunehmen, da ihr Mann Schichtarbeiter sei, und es dann häufig zu Problemen bei der Kinderbetreuung komme.

Ganz aktuell war das Thema "Unser Platz in Europa", ein Referat von Kreisrat Andrè Radszun, der den Anwesenden erläuterte, wie wichtig Europa für alle sei. Er nannte viele Beispiele auch vor Ort.

Radszun konnte mit einigen Missverständnissen aufräumen, die scheinbar weit verbreitet sind: Europa regiert nicht in die Einzelstaaten hinein, meist gäbe es "Richtlinien", deren Ausführung oft in den Staaten sehr unterschiedlich ausgelegt würden. Dabei wäre oft die deutsche "Gründlichkeit" Schuld an den hochbürokratischen Ausführungsbestimmungen.

Er machte klar, wie wichtig die Europawahl und auch die Bundestagswahlergebnisse seien, für die Einflussmöglichkeiten Deutschlands in Europa.

Kreisvorsitzende Carolin Braun betonte noch einmal die Möglichkeit, auch die Briefwahl in Anspruch zu nehmen und erläuterte, dass man die Unterlagen dazu in vielen Gemeinden auch online bestellen könnte.

 
 

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