Anlässlich der letzten SPD-Kreisverbandssitzung wurden noch einmal über die Aktionen zum Thema "Frauen macht Kommune" diskutiert. Grundsätzlich sei die Aktion leider dringend nötig, um mehr Frauen die Kommunalpolitik näher zu bringen, erklärte Kreisvorsitzende Carolin Braun. "Die SPD ist zwar, was die Zahl der MandatsträgerInnen angeht, im Landkreis noch am Besten aufgestellt von allen Parteien." Doch müsse es weiterhin Ziel sein, mehr Frauen für Politik zu interessieren. "Was gut ist, kann noch Besser werden".
Dazu bemerkte DGB Kreisvorsitzender Michael Meyer aber auch Folgendes: Vielen Frauen in Arbeiterberufen sei es geradezu unmöglich, an Sitzungen teilzunehmen.
Hier müsse man auch entweder Sitzungszeiten ändern, oder aber bessere Freistellungsmöglichkeiten für kommunalpolitische Ehrenämter entwickeln. "Diese Möglichkeiten sind nur auf dem Papier gegeben," sagte Meyer. Ein Arbeitgeber werde versuchen, jemanden, der öfters mitten am Nachmittag "fehlt" einfach los zu werden.
Kreisrätin Barbara Schierl, Berching, bestätigte, dass es ihr oft nur schwer möglich sei, an Kreistagssitzungen teilzunehmen, da ihr Mann Schichtarbeiter sei, und es dann häufig zu Problemen bei der Kinderbetreuung komme.
