Unser Ortsverein

            
 

Nachdem im November 1982 der SPD-Ortsverein, der ja bereits bis zur Gebietsreform 1972 bestanden hatte, widergegründet wurde, fand er regen Zulauf in der Bevölkerung. Eine Gemeinde mit zwei SPD-Ortsvereinen ist in Bayern sehr selten. Darshofen wurde rasch bis über die Landkreisgrenzen hinaus als "rotes Dorf "bekannt. Auch im gesellschaftlichen Leben von Darshofen war der SPD Ortsverein bald nicht mehr wegzudenken. Vor allem die SPD-Bälle in der Faschingszeit waren ein Höhepunkt im Faschingstreiben von Darshofen. Die erste große Aktion des Ortsvereins war natürlich der Bau des Kinderspielplatzes an der Kramergasse. Trotz anfänglichen Widerstandes der Anlieger konnte der Spielplatz dank der Eigenleistungen der SPD-Mitglieder fertiggestellt werden. Dieser Platz wurde bald als "roter Platz von Darshofen" berühmt. Obwohl er anfänglich von einigen Familien aus ideologischen Gründen, da es sich um einen SPD-Spielplatz handelt,boykottiert wurde, wurde dieser Spielplatz von den Kindern aus Darshofen gerne angenommen und fleißig frequentiert. Die SPDler aus Darshofen hatten auch weiterhin ein Herz für Kinder und veranstalteten jedes Jahr ein Kinderfest, das von den Kids und auch den Eltern groß ankam. so wurden unter anderem Geschicklichkeitsspiele durchgeführt,auch ein Zauberer trat auf und verzauberte die Darshofener Jugend. Noch in aller Erinnerung ist die Mini-Playback-Show oder der Malwettbewerb. Aus den Gemälden der Kinder wurden damals Kalender gefertigt, die immer noch in manchen Haushalten aufbewahrt werden. Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben oder sich mit einer Eisenbahn durch den Ort ziehen lassen. Es wurden also weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Kindern etwas zu bieten. Leider erwies sich die Personaldecke des Vereins im Laufe der Jahre als zu dünn, um weiterhin solche Veranstaltungen durchzuführen. So mußte das SPD-Kinderfest leider aufgegeben werden. Auch die politischen Aschermittwochsveranstaltungen der SPD sind aus Darshofen nicht mehr wegzudenken. So wurde hier immer neben den politischenRreden auch Wert auf einen kulturellen Teil gelegt. Unvergessen sind die zweimaligen Auftritte der Nußgackl" in den Jahren 1988 und 1989. Im Jahr 2001 trat die aus dem Fernsehen bekannte Kabarettistin Luise Kinseher in Darshofen auf. In den Jahren dazwischen wurden die Gäste von der Parsberger Stubenmusi oder auch vom Armin Nentwig auf seiner Quetschen musikalisch unterhalten.

Einen festen Termin im Jahresablauf des Ortsvereins bildet die jährliche Altpapier und Altkleidersammlung Anfang September. Seit 1983 wird diese Sammlung gemeinsam mit dem Ortsverein Seubersdorf duchgeführt und die Darshofener horten ihr Altpapier und Altkleider bis die SPD kommt und es abholt. Aus dem Erlös dieser Sammlung konnten bereits zahlreiche Spenden an die verschiedensten Einrichtungen übergeben werden. Unter anderm wurde ein Brunnenbauprojekt in Mali unterstützt. Aber auch Einrichtungen in der Umgebung wurden gefördert, so die Sportvereine in der Gemeinde und auch die Errichtung von Spielplätzen in Rudolfshöhe und Klapfenberg wurden finanziell unterstützt. Der SPD-Ortsverein Darshofen ist jedoch in erster Linei ein politischer Verein. So konnte durch die Unterstützung des Ortsvereins seit 1984 immer ein Stadtrat aus Darshofen gestellt werden. Es war dies von 1984 bis 2002 Johann Maier. Seit Mai 2002 vertritt Josef Hierl den Ortsverein im Stadtrat. Auch bei den Bundes-und Landtagswahlen schneidet die SPD im Wahlbezirk Darshofen besser ab als in vergleichbaren Wahllokalen Auch in der Landes und Bundespolitik engagierte sich der Ortsverein. Anfang der 80er Jahre war die Zeit der großen Friedensdemonstrationen. Der SPD-Ortsverein marschierte mit den Parsberger Genossen nach Hemau vor das Munitionslager und demonstrierte für die Abrüstung. Auch bei den Großdemonstrationen gegen die WAA in Wackersdorf waren die Darshofener Genossen vertreten. Nachdem in Wackersorf bereits ca. 2Mrd. DM in diese unsinnige Projekt gesteckt wurde, ließ es die Industrie doch fallen. Nur dem unerwarteten und unerbittlichen Widerstand der Oberpfälzer ist es zu verdanken, daß hier nicht zügiger gebaut werden konnte und somit noch mehr Steuergelder in den Sand gesetzt wurden. Auch gegen die geplante Garnison in Parsberg, die laut MdB Fellner nur noch ein Goldfund in dem betreffenden Gelände verhindern könne, leistete die SPD erbitterten Widerstand. Nur die SPD-SWL Fraktion im Stadtrat war gegen die Garnison. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet sieht man erst den Unsinn einer neuen Garnison, die im Jahre 1988 noch als große Chance für Parsberg erachtet wurde.  

Auch im örtlichen Bereich konnte die SPD dank ihres unermüdlichen Einsatzes viel erreichen, was heute als Selbstverständlichkeit angesehen wird.

So wurde unter anderem der Bürgersteig zwischen der Kramergasse und Schwalbenberg erst nach mehrmaligen Anträgen des SPD-Ortsvereins gebaut.Auch die Vorfahrtsregelung an der Bahnbrücke nach Parsberg war dem Ortsverein bereits 1986 ein Anliegen.In einem Schreiben des Landratsamtes vom 15.05.1987 wurde hier noch die Notwendigkeit einer Regelung bestritten. Aber die Darshofener Genossen ließen nicht locker und konnten die derzeit gültige Vorfahrtsregelung durchsetzen.


Viel Ausdauer bewies der Ortsverein auch mit den Leitplanken entlang des Kerschbaches.
Jahrelang kämpften die Genossen um die Beseitigung dieser Leitplanken, die nur das Dorfbild verschandelten.
Eines Tages wurden sie tatsächlich abgebaut, obwohl vorher immer ihre Notwendigkeit betont wurde.
Auch der Bau des Sportplatzes war eine Forderung des SPD-Ortsvereins und konnte nur durch die Hartnäckigkeit von Johann Maier zustande kommen.

Weitere SPD-Anträge, die heute alle erledigt sind, waren der Ausbau des Schreinerbergweges mit der Errichtung von Parkplätzen für die Kirchenbesucher, Tempo 30 am Schwalbenbergweg, Ausbau des Weges von Eglwang nach Daßwang  (erster Antrag 1987 Fertigstellung 2002),
Vollausbau der Verbindungsstraße Kerschhofen-Krappenhofen

und weiteres.

Ein Antrag, der in einem offenen Brief von Josef Rödl an die Stadt Parsberg und die Militärverwaltung in Hohenfels gerichtet war, ist noch nicht erledigt: Die Forderung einer Bahnverbindung für den Truppenverkehr zwischen Parsberg und Hohenfels.
Aber wer weiß, vielleicht wird auch dies mal Wirklichkeit.

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