"Die neue "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung ist ein Meilenstein für die Verbraucher" erklärt MdB Marianne Schieder anlässlich der Veröffentlichung des Inkrafttretens der "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnungsregelung am Freitag, den 30. Mai im Bundesgesetzblatt. "Endlich können sie auch beim Einkauf von tierischen Erzeugnissen wie Milch, Eiern oder Fleisch auswählen."
Bei der Überarbeitung des Gentechnikrechts habe die SPD eine klare und praktikable Kennzeichnungsregelung für Produkte "Ohne Gentechnik" durchgesetzt.
Die agrarpolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern der SPD-Bundestagsfraktion weist darauf hin, dass ungefähr 80% der Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl gentechnisch veränderte Lebensmittel als auch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ablehnen. Dennoch seien sie bisher beim Einkauf gezwungen, z.B. Milch oder Eier von Tieren zu kaufen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden.
Nach EU-Recht unterliegen tierische Erzeugnisse keiner Kennzeichnungspflicht. Außer bei Bioprodukten, die grundsätzlich gentechnikfrei erzeugt werden, hatten Verbraucherinnen und Verbraucher bisher keine Möglichkeit, den Einsatz von gentechnisch veränderten Futterpflanzen zu umgehen.
Schieder sieht in der neuen Kennzeichnungsregelung aber auch eine "Riesenchance" für die Anbieter: "Erzeuger, die auf gentechnisch veränderte Futterpflanzen verzichten und Händler und Produzenten, die Produkte anbieten, die ohne gentechnisch veränderte Futterpflanzen erzeugt wurden, hatten bisher keine Möglichkeit, solche Erzeugnisse auszuloben und zu bewerben. Das ändert sich nun!" Marianne Schieder hofft, dass möglichst bald viele Produzenten und Händler in der Region Schwandorf - Cham Erzeugnisse mit der "Ohne-Gentechnik"-Kennzeichnung anbieten. "Die Nachfrage wird groß sein. Jetzt müssen schnell entsprechende Angebote her."