...und fordert für arbeitende Menschen ebenso Unterstützung durch Mindestlöhne.
Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt nachhaltig das Anliegen der Milchbauern nach fairen Erzeugerpreisen für Milch und zeigt Respekt vor ihrem entschiedenen und weitgehend solidarischen Handeln. Aus der Geschichte der Arbeiterbewegung wüssten gerade Sozialdemokraten und Gewerkschafter - so Bürgermeister Helmut Himmler - dass gesellschaftlicher Fortschritt, der soziale Staat und gerechte Entlohnung der arbeitenden Menschen immer und überall gegen den erbitterten Widerstand des großen Geldes und reaktionärer gesellschaftlicher Kräfte durchgesetzt werden musste. So werde es auch in Zukunft sein und daher sei solidarisches Organisieren von Interessen gegenüber den mächtigen Kapitalinteressen eine Notwendigkeit.
André Radszun informierte seine Fraktionskollegen von der Resolution des Wirtschaftsausschusses und der einmütigen Befürwortung dort.
Kreisrat Josef Meier aus Berching sprach angesichts der an sich begrüßenswerten Resolution zur Unterstützung der Anliegen der Milchbauern "von einem gleichwohl seltsamen und äußerst widersprüchlichen Verhalten mancher Akteure im Landkreis". Konsequent sei es wohl, nicht nur das berechtigte Anliegen der Landwirte nach auskömmlichen Erzeugerpreisen zu befürworten, sondern auch die ebenso berechtigten Interessen von Gering- und Geringstverdienern. Es sei ein nicht hinzunehmender gesellschaftlicher Skandal, dass Menschen trotz täglicher zuverlässiger Arbeit von ihrer unwürdigen Entlohnung nicht leben können. Daher müssten Mindestlöhne auf breiter Front eingeführt werden wie in nahezu allen europäischen Ländern, so der Parsberger Kreisrat Erwin Jung. Stellvertretende Landrätin Carolin Braun erinnerte an die Verfassung des Freistaats Bayern, in der faire Entlohnung als Verfassungsgebot vorgegeben sei.
Die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und damit der Kaufkraft, des Steueraufkommens vor Ort mit dem Effekt der Sicherung bestehender und Entstehung zusätzlicher Arbeits- und Ausbildungsplätze sei zwar wichtiger
Grundsatz regionaler Wirtschaftspolitik und die Marktmacht der Verbraucher müsse nach Einschätzung von Stefan Großhauser stetig zu regionalen Produkten geleitet werden , aber viele Menschen mit geringem Einkommen in unseren Gemeinden müssten nach Auffassung von Erna Späth die billigeren Produkte der Discounter kaufen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Gerade fordernde und handelnde sowie in der Regel gut situierte Politiker sollten sich dessen bewusst sein.