Sehr beeindruckt von der Arbeit in den Kliniken des Bezirks Oberpfalz in Parsberg waren die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, nachdem Kreisrat Erwin Jung die Struktur der Einrichtungen erläutert und der Chefarzt der Forensik, Dr. Mache, über die konkrete Arbeit informiert hatte.
Nach Darstellung der Parsberger Kreisräte Erwin Jung und Jutta Spengler seien die drei Einrichtungen für uneinsichtige Tb-Kranke, für jugendliche Drogesüchtige und für forensische Fälle da. Insbesondere das Tb- Krankenhaus, Parsberg I genannt, sei dringend renovierungsbedürftig. Jung, in Parsberg seit vielen Jahren auch Stadtrat, erinnerte an die schwierige Vorgeschichte von „Parsberg III“, der Forensik mit 56 Behandlungsplätzen.
Chefarzt Dr. Mache legte beeindruckende Zahlen und damit die vorzeigbaren Ergebnisse seiner Einrichtung vor. Im Gegensatz zum Regelvollzug mit dem üblichen „Rein-Raus-Rückfallkriminalitäts-Automatismus“ verfolge man im sog. Maßregelvollzug weitergehende Zielsetzungen mit Erfolg. Die 15jährige Erfahrung mit der Therapie von Suchtkranken – statt Verwahrung in Gefängnissen – habe das erfreuliche Ergebnis von 80% Unauffälligkeit nach der Entlassung ins konkrete Leben.
Entlassung aus dem Maßregelvollzug werde auch nur gestattet bei vorhandener Wohnunterkunft, Arbeitsnachweis und einer gesicherten Finanzlage.
Auf dieser Grundlage bestehe eine gute Chance dauerhafter Resozialisierung.
Carolin Braun und Helmut Himmler wiesen auf die Vorteile der Stadt Parsberg durch
die Bezirks- und Kreiseinrichtungen hin: Gymnasium, Realschule, Pädagogisches Förderzentrum, Krankenhaus. Durch diese Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen seien für den Süden des Landkreises viele qualifizierte und sichere Arbeitsplätze geschaffen und damit das Steuer- und Kaufkraftaufkommen vor Ort nachhaltig gestärkt worden. Auch die vielen Lehrer vor Ort tragen nach Auffassung der SPD-Kreisräte zu einem beachtlichen kulturellen Leben in Parsberg bei.
Diese Schwerpunktbildung im südlichen Landkreis – neben Neumarkt im Norden – sei aus Sicht der SPD richtig und werde von ihr auch künftig entschieden befürwortet .
Josef Mayer wird im Rechnungsprüfungsausschuss die sog. indirekte Sportförderung zum Thema machen und darstellen lassen, welchen Vorteil manche Städte durch die Einrichtungen des Landkreises (z.B. Turnhallen) haben – im Gegensatz zu anderen Kommunen, welche diese Sportstätten selbst bauen und unterhalten müssen.
Zu den kostenträchtigen Sanierungsaufgaben an Schulen des Landkreises merkte André Radszun an, dass man im Zuge dieser Sanierungen auch das Medienangebot optimieren solle, um den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Bildungsvoraussetzungen zu bieten.