SPD-Kreistagsfraktion: Widerstand gegen Stromtrasse steigt

Veröffentlicht am 19.07.2014 in Regionalpolitik

Die SPD im Landkreis wendet sich weiter entschieden gegen die geplante Süd-Ost-Gleichstrompassage, welche quer durch den Landkreis Neumarkt führen könnte. Bürgermeister Helmut Himmler informierte am Freitagnachmittag die SPD-Kreistagsfraktion und 3. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger von einer Gesrächsrunde mit Landräten und Bürgermeistern in Ebermannsdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach, zu der Landrat Richard Reisinger geladen hatte.

In den ostbayerischen Landkreisen mit deren Kommunen sei man besorgt, dass die sog. Süd-Ost-Passage wegen des anhaltenden Widerstandes nunmehr geändert werden könnte und die Alternativtrasse in Ostbayern zur Vorzugstrasse werden könnte. Auch Bürgermeister Uwe Raab sei in Ebermannsdorf gewesen und habe über den gegründeten Verein  "Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost e.V." informiert. Inzwischen seien 40 Kommunen Mitglieder im Verein und man repräsentiere 220.000 Bürgerinnen und Bürger.

Er habe - so Himmler - auf die widersprüchlichen Verlautbarungen der bayerischen Staatsregierung hingewiesen, denn nach der strikten Ablehnung vor der Kommunal- und Europawahl heiße es nunmehr, die Trasse käme nicht so(!) wie geplant und die Informationspolitik sei eher eine wirre Desinformation der Öffentlichkeit. Dementsprechend steige auch der Ärger und die Wut in den von der "Monstertrasse" bedrohten Regionen.
Die Position der Gemeinden und Bürgerinitiativen bleibe klar und unmißverständlich. Die Notwendigkeit der HGÜ-Leitung mit gigantischen Ausmaßen sei weder belegt noch nachgewiesen und ein Projekt der Braunkohle- und Finanzwirtschaft mit einer garantierten Rendite von gut neun Prozent auf das investierte Kapital.
Die Regionen müßten jetzt solidarisch zusammenstehen und dürften sich nicht auseinanderdividieren lassen in der Hoffnung, die Trasse könne von diesem in einen anderen Landkreis verschoben werden. Die Region Nordbayern dürfe nicht zum Verlierer der sog Energiewende werden und zum Transitraum für einen gigantischen europäischen Stromhandel zwischen der Ukraine und Portugal. Diese Gefahr bestehe durchaus.
Konsens der Veranstaltung sei nach Aussagen Himmlers gewesen, dass Gemeinden und Landkreise im Gebiet der Vorzugstrasse mitsamt der Alternativtrasse dem Verein "Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost e.V." beitreten und den Widerstand gegen das nicht akzeptable Projekt in ganz Ober- und Mittelfranken, der Oberpfalz und Schwaben verstärken sollen. Nur gemeinsam und zusammen mit den Bürgerinitiativen könne der Widerstand erfolgreich sein.
 
 

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