Die Pressemitteilung der FDP Neumarkt über zusätzliche Stellen bei der Polizei Neumarkt hat im SPD Kreisvorstand Unverständnis ausgelöst.
Die Pressemitteilung der FDP Neumarkt über zusätzliche Stellen bei der Polizei Neumarkt hat im SPD Kreisvorstand Unverständnis ausgelöst.
„Herr Späth sollte sich erst einmal gründlich informieren, bevor er über die Personalausstattung der PI Neumarkt oder überhaupt der Bayerischen Polizei Aussagen trifft.“ sagte Gerhard Lindl, selbst Polizeibeamter. Lindl hatte bei seinen Neumarkter Kollegen nachgefragt, und dort von PI-Leiter Helmut Lukas erfahren, dass Späth zu keinem Zeitpunkt mit der Dienststellenleitung Verbindung aufgenommen hat.
Auch Lukas zeigte sich wohl einigermaßen erstaunt und formulierte es so:“ Man müsste sich doch erst mal mit den Menschen reden, wenn man mitreden will.“
Nach der Presseerklärung hatte sich der Kreisvorstand von Lindl noch mal informieren lassen über die derzeitige Personalsituation der Polizei. Bereits vor 3 Jahren hatte ein Besuch bei den PI’s Neumarkt und Parsberg mit dem sicherheitspolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion Prof. Peter Paul Gantzer ebenfalls schon die dortige unzureichende Personalsituation zum Thema.
Lindl erklärte den Genossen, dass im Moment nur die akut anfallenden Vorgänge bearbeitet werden könnten, weil in Neumarkt nicht genügend Beamte zur Verfügung stünden. Prävention müsse hinten angestellt werden.
Die Kreisvorsitzende Carolin Braun verurteilte das Argument Späths der höheren Kosten durch zusätzliche Beamte als „Milchmädchenrechnung“. „Das ist doch zu kurz gedacht. Die Tatsache, dass wir hier im Kreis eine relativ niedrige Kriminalitätsrate haben, ist doch gerade eben das Verdienst der Präsenz der Beamten und deren hervorragender Arbeit.“
Wohin es führt, wenn zu wenige Beamte vor Ort ein großes Gebiet zu betreuen haben, erlebt sie in Dietfurt, die von der PI Parsberg betreut wird, wo sich die Rechtsextremisten relativ unbehelligt bewegen können.
„Wir sind keine Freunde von Wahlkampfpolemik,“ sagte Braun. „Wir mögen das Spiel mit der Terrorangst nicht, und sicher auch nicht die derzeitige Türkeidebatte. Solche Dinge sollten in Ruhe und Sachlichkeit diskutiert werden.“
Späth beweise durch seine Äußerungen, welchen Stellenwert Sicherheitspolitik und Polizei in der FDP haben.
Nach der Wahl im Oktober hat der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, P.P. Gantzer dem SPD Kreisvorstand seinen Besuch angekündigt. Dann werde die SPD alle anstehenden Probleme der inneren Sicherheit ausführlich erörtern. Gantzer legt dabei Wert auf persönliche Kontaktaufnahme mit den Polizeichefs im Landkreis.
Homepage SPD Kreisverband Neumarkt