Ein Auszug aus dem Tagesspiegel-Interview mit Ursula Engelen-Kefer, ehemalige stellvertrendende Vorsitzende des DGB, Mitglied des SPD Parteivorstandes und Direktkandidatin zur Bundestagswahl im Nachbar-Wahlkreis Ingolstadt:
Eine schwarz-gelbe Regierung wäre Ihrer Ansicht nach eine Katastrophe. Wie bringen Sie das den Wählern bei?
Ich sage ihnen, wie sich ihre Arbeits- und Lebensperspektiven mit Merkel und Westerwelle rapide verschlechtern würden.
Das Leipziger Programm der Union ist doch Geschichte, die Union immer sozialdemokratischer geworden.
Jetzt im Wahlkampf ist neoliberale Politik natürlich kein Thema, das hat Merkel 2005 gelernt. Aber nach der Wahl wird das wieder aus der Schublade gezogen. Weil sie ja keinen inhaltlichen Standort hat. Der Westerwelle hat das, und der wird sie beeinflussen.
Mit welchem Ergebnis?
Es wird um die Haushaltskonsolidierung gehen. Irgendwas in Sachen Steuersenkung werden sie machen müssen, weil sie das jetzt wie eine Monstranz vor sich hertragen. Um das zu finanzieren, muss man an die soziale Sicherung. Und das wird vielen Menschen wehtun. Ich sehe meine Aufgabe im Wahlkampf, dies immer wieder deutlich zu machen: Sparen bei der Gesundheit, höhere Eigenbeiträge und noch mehr kapitalgedeckte, private Vorsorge. Da gibt es für Frau Merkel doch überhaupt keine Haltelinie.
Das komplette Interview auf der Website des Tagesspiegels sowie die Webseite von Ursula Enegelen-Kefer.
