Mehr hochgiftiges Plutonium in Asse als angenommen

Veröffentlicht am 29.08.2009 in Umwelt

Foto: Wikipedia (GPL)

Nach Informationen des Bundesumweltministeriums, die diesen Samstag veröffentlicht wurden, lagern in Asse II ungefähr 28 Kilogramm Plutonium und damit mehr als drei mal so viel wie bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe um den ehemaligen Asse-Betreiber Helmholtz Zentrum München.

Plutonium ist ein hochgiftiges und radioaktives Schwermetall, das bei der Kernspaltung in jedem Atomkraftwerk in geringen Mengen entsteht. Da aber bereits millionstel Gramm für den Menschen tödlich sein können, ist bei diesem Stoff besondere Vorsicht, sowie genaue Erfassung, notwendig.

"Es ist unglaublich, dass man sich bei einem so gefährlichen Stoff wie Plutonium einfach in der Mengenangabe irrt. Diese Korrektur zeigt einmal mehr, dass man sich nicht auf die Angaben zum Inventar in der Asse verlassen kann. Umso wichtiger ist es, dass das Bundesamt für Strahlenschutz als neue Betreiber das gesamte Inventar neu bewertet. Denn das ist natürlich von großer Bedeutung für das Stilllegungskonzept", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. "Ich hoffe sehr, dass gerade die CDU-Politiker in der Region, die mir in Bezug auf die Asse gelegentlich 'unnötige Panikmache' vorwerfen, begreifen, dass das hier kein Spaß ist."

 
 

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