Stellungnahme zu Breiten II

Veröffentlicht am 15.12.2014 in Ortsverein
Am vergangenen Dienstag herrschte im Parsberger Rathaus helle Aufregung. Die ersten Interessenten für einen Bauplatz, deren Vergabe am Mittwoch begann, campierten bereits auf den Gängen. Was jetzt versucht wird als gigantisches Interesse an den Grundstücken im Baugebiet „Auf der Breiten II“ zu deuten um damit einen sehr billigen Angriff auf die SPD zu reiten, ist vielmehr Symptom einer viel umfassenderen Problematik.

Durch eine verfehlte Baupolitik der CSU früherer Zeit gab es Parsberg lange keine erschwinglichen Bauplätze und diese Fehler werden jetzt von der heuteigen CSU, ohne Rücksicht auf Verluste, versucht zu beheben. In den 80er und 90er Jahren wurde entgegen den Anträgen der damaligen SPD Fraktion vom Parsberger Stadtrat unter CSU Führung keine Baugebiete in städtischer Hand ausgewiesen. Es waren also nur privat vermarktete Bauplätze zu haben, was den Preis in ungeahnte Höhen trieb. In der Konsequenz wanderten etliche Parsberger in Nachbargemeinden ab und es entstand ein immenser Baudruck. Erst bei der Ausweisung der Bauplätze in Willenhofen änderte die Stadtratsmehrheit diese Politik, aber den Folgen hechelt man bis heute hinterher.

Die 10 Grundstücke „Auf der Breiten“ sind sicher schöne Bauplätze und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sie schnell einen Abnehmer gefunden haben. Um der hohen Nachfrage nach Bauplätzen in Parsberg Herr zu werden, reicht es aber keineswegs, zu den ohne größere Einwände genehmigten 50 Bauparzellen im Gebiet „Lindelberg“ noch weitere 10 „Auf der Breiten“ auszuweisen. Wenn darüber hinaus noch etliche Vorbehalte seitens der Anwohner und des Naturschutzes bestehen, muss man ernsthaft die Frage stellen was man damit erreichen will. Der Baudruck wird nicht spürbar gemindert, dafür werden im Gegenzug Flächen überbaut die laut Stellungnahme der Naturschutzfachkraft des Landkrieses „für eine Bebauung nicht geeignet“ sind, da sie in das bestehende Landschaftsschutzgebiet integriert werden sollte.

Die Stadt muss bereits jetzt Möglichkeiten suchen, wo das nächste größere Baugebiet ausgewiesen werden kann, damit künftig Wartelisten für Bauplätze vermieden werden und Bauwilligen sofort ein Grundstück angeboten werden kann. Für eine derartige, nachhaltige Baupolitik steht die SPD in Parsberg und wir werden uns auch in Zukunft nicht durch angebliche Sachzwänge zu Entscheidungen drängen lassen, die unserer Natur und dadurch auch der Lebensqualität in unserer Gemeinde schadet.

 
 

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